Mainzer Agenda: “Wissensdurst braucht echte Nahrung”

17.600 Euro investiert in Mainzer Zukunft

Kinder sind die Köpfe von morgen. Sie lernen in Schule und Kindergarten, wie die Welt um sie herum funktioniert und was man benötigt, um diese später einmal mitgestalten zu können. Auch in der (gesellschaftlichen) Hoffnung, dass sie später einmal sinnvoll umsetzen, was wir ihnen heute mitzugeben versuchen.

Mainzer Agenda

Unsere Netzwerkpartner in Mainz


ORGENTEC & Friends bündelt daher die Aktivitäten rund um das Thema Chancengleichheit von Kindern – und startet zum Ende unseres 2. Projektjahres die Agenda “
Wissensdurst braucht echte Nahrung” mit einer Gesamtspende von 17.600 Euro. Insbesondere geht es dabei um gute Voraussetzungen beim Lernen, denn bekanntlich ist für diese notwendigen Lernprozesse Energie notwendig. Biochemische Energieträger, vielerlei Bausteine und Vitamine, die wir alle aus der Nahrung erhalten.

Dass beim Bau der Zukunft nicht an diesem Fundament gespart werden sollte, sollte dabei selbstverständlich sein. Dennoch müssen wir bei vielen von uns unterstützten Projekten immer wieder aufs Neue erfahren, dass diese einfache Grundvoraussetzung vernünftiges Essen – keine ausreichende Beachtung erfährt. Und es zu Situationen führt, dass Kinder vom Mittagessen an Ganztagsschulen ausgeschlossen sind oder auch im Elternhaus keine vernünftigen Bedingungen erfahren.

Mit unseren Spenden versuchen wir, diese Lücken im System weitgehend zu stopfen und die Institutionen und Personen, die sich tatkräftig um Lösungen und Hilfen bemühen, zu unterstützen.

Den Anfang im neuen Spendenjahr macht "Kartöffelchen und Kebab"

Den Anfang macht “Kartöffelchen und Kebab” – ein Projekt von Marion Biesemann und Annette Diehl


Die Windmühlenschule und die IGS Anna Seghers in der Berliner Siedlung mit dem Mittagstisch für alle Schüler, der SkF mit der Hausaufgabenbetreuung samt Mittagessen sowie der Kinderschutzbund mit dem Projekt
Kartöffelchen und Kebab”, bei dem es um interkulturellen Austausch, gemeinsames Kochen und Essenskultur geht, sind dabei unsere Partner.
Der Kinderschutzbund in der Mainzer Neustadt mit der Leiterin der Eltern-Kind-Kooperative (El KiKo) Marion Biesemann sowie Sozialpädagogin Annette Diehl ist dabei der Startpunkt in ein neues Projektjahr, welches nach unserem Benefiz-Golfturnier am 4. September wieder von Neuem beginnt.

Für uns hat sich bislang herauskristalisiert: Chancengleichheit junger Menschen über solche grundlegenden Angebote herzustellen, ist die wichtigste Strategie, um gesellschaftliche Gruppen miteinander zu verbinden und allen eine Perspektive zu geben.

Wir versuchen dabei, die Prozesse vom Ende her zu betrachten und Kinder nicht alleine zu lassen, wenn es Probleme gibt.

Dass es bei Außenständen und dem notwendigen Ausschluss von Schülern vom Essen oft eine Mischung aus behördlichen Hürden, Sprachbarrieren und auch Verweigerungshaltungen seitens der Eltern ist, haben wir in vielen Gesprächen mit Verantwortlichen festgestellt. Problematisch ist dabei auch, dass das Land Rheinland-Pfalz den Ganztagsunterricht fördert und auch Zuschüsse an Kinder von Leistungsempfängern über das Bildungs- und Teilhabepaket seitens des Bundes bereitstellt, jedoch die Teilnahme am Essen nicht verpflichtend geregelt ist. Und z.B. nicht automatisch von Leistungen, die Eltern von den Ämtern erhalten, abgezogen wird, sondern einen Papierkrieg erfordert, der in der Lebenswirklichkeit mancher Betroffener nicht beherrschbar ist.
Lehrer wie Malte Daum, Rektor der Windmühlenschule, müssen oft einen Großteil ihrer Arbeit für die Vermittlung zwischen den Beteiligten aufwenden. Und mit ihrem Förderverein Lücken aus eigener Tasche stopfen.

Auch hier rückt der eigentlich Auftrag in den Hintergrund, junge Köpfe zu schulen und nicht einen Großteil der Zeit damit zu verbringen, es irgendwie zu ermöglichen, dass doch alle mitessen können.
Durch Spenden können wir die Ausmaße dieser Zustände etwas abmildern. Durch gemeinsame Aktivitäten wie dem El KiKo-Kochen ein Bewusstsein für das Kulturgut schaffen.
Um als Mitarbeiter eine hochtechnisierten Unternehmens für eines zu sorgen: neue Köpfe und Ideen für morgen.